
             Neue Funktionen der Version 3.0 von "Astrometrica"
            


  Dies ist eine kurze Beschreibung neuer Funktionen von "Astrometrica 3.0".


  ACHTUNG:  Wenn Sie bisher mit Version 2.x von  "Astrometrica"  gearbeitet
    haben, starten Sie das Programm  UPDATE.EXE, bevor Sie die neue
            Version von "Astrometrica" benutzen.  Dieses Programm  wird die
            Datei  ASTROMET.INI  so modifizieren, soda sie mit Version 3.0
            korrekt zusammenarbeitet.
            Die  so  vernderte  ASTROMET.INI - Datei wird nicht lnger mit
            lteren Versionen von "Astrometrica" arbeiten!
            Nachdem Sie UPDATE.EXE angewandt haben, oder wenn Sie erstmalig
            mit "Astrometrica" arbeiten, lschen Sie die Datei UPDATE.EXE!


  Die wichtigste Vernderung ist,  da  Version  3.0 eine DOS Protected Mode
  Anwendung ist, whrend vorhergehende Versionen gewhnliche DOS-Anwendungen
  waren. Dies bedeutet insbesondere, da nun grere  XMS - Speicherbereiche
  angesprochen werden knnen,  whrend  gewhnliche  DOS - Applikationen dem
  640 kB Limit unterliegen.

  "Astrometrica 3.0"  luft auf Computern mit 80286 (oder neuerer)  CPU  und
  mindestens 1 MB XMS memory. Die Dateien DPMI16BI.OVL (16 Bit DOS Protected
  Mode Interface) und RTM.EXE (Run Time Manager)  mssen  sich  im  gleichen
  Verzeichnis befinden wie die Anwendung (ASTROMET.EXE).


  Die folgenden neuen Funktionen sind verfgbar:

* Untersttzung groer CCD Bilder:
  
  Version 3.0 kann Bilder mit einer Gre von bis zu  2056 x 1032 Pixel ein-
  lesen und im Hauptspeicher des Computers halten.  Alleine  fr die Anzeige
  werden Bilder,  die  grer  als  514 x 258 Pixel sind,  verkleinert. (Bei
  Bildern  bis  1028 x 516 Pixeln werden je 2 x 2 Pixel zusammengefat,  bei
  Bildern bis zu 1542 x 774 Pixel, je 3 x 3, und bei Bildern bis 2056 x 1032
  Pixel jeweils 4 x 4 Pixel).

  Fadenkreuz und Cursor  bewegen sich in Einheiten zu jeweils einem Pixel am
  Bildschirm, also im Fall eines Bildes zu dessen Darstellung jeweils  3 x 3
  Pixel zusammengefat wurden, um 3 Bildpixel. Durch Drcken der Shift-Taste
  (Umschalt-Taste)  knnen  Fadenkreuz  und  Cursor in Einheiten zu je einem
  Bildpixel bewegt werden  (oder unter Verwendung des Zoom-Modus,  wenn  die
  einzelnen Pixel sichtbar werden).  Sowohl  die Datenreduktion als auch das
  Zoom arbeiten mit den Original- (also nicht verkleinerten) Bilddaten.


* Erweitertes Dateiinterface:
  
  Das Dateiinterface wurde erweitert,  und es knnen nun alle Arten von SBIG
  Type 3 Bildern  (also der Kameras SBIG ST-4X,  ST-5,  ST-6  oder der neuen
  Modelle ST-7 und ST-8) gelesen werden. Ebenso ist neben dem Lesen von TIFF
  8 bit Grayscale Bildern nun auch das Lesen von  16 bit  Grayscale  Bildern
  mglich.


* Speichern von Textfenstern:
  
  Textdateien,  wie sie mit dem  'File - View Text-File'  Kommando  geladen,
  oder mit der Ephemeridenrechnung von "Astrometrica" erzeugt werden, knnen
  unter einem  vom Benutzer ausgewhlten Namen gespeichert werden.  Die  er-
  rechneten Ephemeriden werden daher nicht lnger unter der Datei  EPHEM.TXT
  abgespeichert.


* Dateien lschen:
  
  Das neue 'File - Delete'  Kommando kann zum Lschen beliebiger DOS-Dateien
  verwendet werden.  Die  History-List  des Dialoges  enthlt auch stets die
  Pfade zu den CCD-Bilddateien und den Bahnelementen,  soda  ein  schneller
  Zugriff auf diese Dateien mglich ist.


* 'Edit Parameters' setzt auch den Namen und die Bezeichnung des Objektes:
  
  Der Dialog zum Verndern der Bildparameter (der stets nach dem Laden eines
  Bildes erscheint, oder durch das Kommando 'Utility - Edit Parameters' aus-
  gefhrt werden kann)  kann  nun  auch  zur  Eingabe des Namens und der Be-
  zeichnung des Objektes benutzt werden. Wenn Bahnelemente geladen sind,  so
  wird die Standard-Vorgabe gem den Eintragungen dieser Elemente gesetzt.

  Name und Bezeichnung des Objektes erscheinen in den Dateien REPORT.TXT,
  AREPORT.TXT sowie CREPORT.TXT.


* Untersttzung der neuen IAU Kometen-Bezeichnungen:
  
  Die Datei CREPORT.TXT  untersttzt nun die neuen IAU Kometenbezeichnungen,
  wie sie in der Ausgabe Februar 1995 der Minor Planet Circulars beschrieben
  wurde.


* Bercksichtigung der lokalen Zeitzone:
  
  Sie knnen Ihre lokale Zeitzone im Dialog 'Options - Observatory' angeben.
  Geben Sie jenen Betrag in Stunden ein,  der  zu der Zeit aus den Daten der
  Bilddateien ADDIERT werden soll,  um  Zonenzeit  in  Weltzeit umzurechnen.
  Geben  Sie  0  an,  wenn sich die Informationen in den Dateien bereits auf
  Weltzeit beziehen (also wenn die Uhr des Computers, den Sie zur Erstellung
  der CCD-Bilder benutzen, UT angibt). Ansonsten beachten Sie bitte, da der
  angegebene  Wert in der stlichen Hemisphre negativ,  in  der  westlichen
  positiv ist.


* Werkzeug zur Berechnung des Zeitpunktes der Aufnahme-Mitte:
  
  Im Dialogfenster zur Bearbeitung der  Aufnahme-Daten  gibt  es  nun  einen
  Schalter  mit der Beschriftung "Mid-Ex".  Drcken dieses Schalters startet
  einen Dialog der zur Berechnung des  Zeitpunktes  der  Aufnahme-Mitte  fr
  Kompositaufnahmen, oder fr Aufnahmen,  die in SBIG's Track & Accumulate -
  Modus gewonnen wurden.

  Wenn sich eine Aufnahme ber die Zeit um Mitternacht (Ortszeit) erstreckt,
  verwenden Sie 24 fr die Stundenangabe jener Bilder,  die nach Mitternacht
  begonnen wurden (etwa 23:58:17 und 24:02:19).  Da  dieser  Dialog zwar die
  Zeit,  NICHT aber das Datum setzt,  prfen Sie das Datum in diesen Fllen,
  oder wenn Weltzeit-Mitternacht berschritten wird, stets nach.

  Vergessen Sie nicht,  die Zeit  und das Datum der Belichtungs-Mitte stets
  zu prfen, auch wenn Sie die beschriebene Funktion nicht nutzen.


* Background & Range fr die Bildanzeige setzen:
  
  Das  'Utility - Set Background & Range'  Kommando kann nun benutzt werden,
  um  die  Parameter  Background  und  Range  zur Darstellung von Bildern zu
  setzen. Benutzer, die mit SBIG Kameras arbeiten,  werden  das Arbeiten mit
  diesen Parametern gewohnt sein.


* Erweiterte Zoom Funktion:
  
  Verwenden Sie das 'Options - Settings' Kommando,  um eine von drei (3x, 7x
  oder 11x) Vergrerungen fr das Zoom zu whlen.

  Die Zoom-Funktion ist nun nicht nur whrend der Vermessung einer Aufnahme,
  sondern auch bei der Anzeige eines Bildes durch  'Display - Image' verfg-
  bar.

  Wenn Sie ein Bild vermessen,  knnen  Sie  die  Cursor-Box nun auch in der
  Zoom-Ansicht bewegen und ihre Gre verndern.  Sie knnen in der Zoom-An-
  sicht auch den Bildkontrast mit den Funktionstasten  F5, F6 und F7 ndern,
  genau wie in der nicht gezoomten Ansicht.


* Verbesserter Blinkkomperator:
  
  Die  Vergleichsaufnahme  wird  nun  im  Kontrast dem ersten Bild angepat.
  Weiters knnen Sie mit der F5-Taste den Bildkontrast whrend des Blinkvor-
  ganges erhhen  (was bei der Suche nach schwachen Asteroiden  oder Kometen
  hilfreich sein kann),  whrend  die  F6-Taste  den ursprnglichen Kontrast
  wieder herstellt.

  Wenn Sie die Blinkgeschwindigkeit auf 0 setzen, und das Originalbild (also
  nicht das Vergleichsbild)  angezeigt  wird,  erscheint der Mauscursor. Sie
  knnen dann ins Bild clicken,  und  die  entsprechenden Koordinaten werden
  angezeigt.


* Grenzen fr die Datenreduktion:
  
  Der Benutzer kann nun mit dem Kommando  'Options - Settings'  Grenzen  fr
  die Residuen, sowhol fr die astrometrische alsauch fr die photometrische
  Datenreduktion, setzen. Referenzsterne mit Restfehlern,  die  ber  dieser
  Grenze liegen,  werden  von  der  Datenreduktion  ausgeschlossen und seine
  Residuen werden in Klammern angezeigt werden.

  Beachten Sie, da nach dem Ausschlu eines Referenzsterns mit groen Rest-
  fehlern  mglicherweise eine deutlich bessere Lsung gefunden werden kann,
  und so die Fehler fr den ausgeschlossenen Stern schlielich wieder  unter
  den vom Benutzer gesetzten Grenzwert zu liegen kommen knnen.


* Mehr Referenzsterne:
  
  "Astrometrica" akzeptiert nun bis zu 12 Referenzsterne.


* Klang An oder Aus:
  
  Das 'Options - Settings'  Kommando kann auch benutzt werden,  um den Klang
  beim Vermessen einer Ausfnahme  und  bei  der  Wahl von Referenzsternen im
  Blinkkomperator ein- oder auszuschalten.


* Anzeige des Pixelwertes anstatt der Sttigung:
  
  Das  Informationsfenster  unter dem Bild  zeigt nicht lnger die Sttigung
  in Prozent, sondern den Pixel-Wert.

  Whrend die Sttigung (in Prozent) zu Verwirrung fhren kann  (so wird die
  Sttigung fr  12 bit Bilder,  die in eine 16 bit Datei gespeichert wurde,
  nie grer als 6.25%), sind die Benutzer von CCD Kameras mit der Bedeutung
  der Pixelwerte bei den diversen Kameras vertraut.


* Lesen von Referenzstern-Daten aus anderen Quellen als der GSC:
  
  Fr bestimmte Anwendungen (etwa fr "last minute predictions" von Sternbe-
  deckungen durch Asteroiden,  oder  die  Vorbereitung  von Vorbeiflgen von
  Raumsonden  an Asteroiden oder Kometen)  werden  spezielle  Referenzstern-
  Kataloge erstellt, die anstatt des GSC verwendet werden sollten.

  "Astrometrica"  kann nun Referenzsterndaten aus ASCII-Dateien in folgendem
  Format lesen:
  Jede Zeile startet mit dem Namen oder der Bezeichnung des  Referenzsternes
  in den ersten  13  Spalten,  gefolgt von zumindest einem Leerzeichen,  und
  dann der Rektaszension (Stunden, Minuten, Sekunden, durch ein oder mehrere
  Leerzeichen getrennt),  der Deklination  (Vorzeichen,  gefolgt  von  Grad,
  Minute und Sekunde, getrennt durch ein oder mehrere Leerzeichen),  und der
  Helligkeit.  Daten  zur Eigenbewegung  in  Rektaszension  und  Deklination
  knnen optional zwischen Deklination und Helligkeit eingefgt werden.

  Hier einige Beispiele gltiger Daten:

  Spalte:  1         2         3         4         5         6
  123456789012345678901234567890123456789012345678901234567890
  ------------------------------------------------------------
  Star # 1      13 37 30.33 -00 13 17.3 9.3
  GSC 240601508 05 59 46.35 +31 04 39.9 12.34
  PPM 092899    03 47 29.073 +24 06 18.38 +0.0014 -0.046 2.8
  Sirius         6 45 08.871 -16 42 57.99 -0.0385 -1.205 -1.53

  Whrend die meisten Kataloge nicht exakt diesem Format entsprechen werden,
  wird es doch jemanden,  auch mit nur minimalen Kenntnissen in der Program-
  mierung,  leicht mglich sein, die Daten in dieses Format zu konvertieren.
  Bei einer kleinen Anzahl von Referenzsternen ist auch die manuelle Eingabe
  der Daten mit Hilfe eines einfachen Text-Editors mglich.

  Wenn Sie Daten aus groen Katalogen  (etwa dem PPM) entnehmen,  halten Sie
  Ihre Dateien kurz  (nur Sterne in der Region die das zu vermessende Objekt
  umgibt),  da stets,  wenn eine Sternkarte erstellt wird, die gesamte Datei
  gelesen werden mu.

  Verwenden  Sie  das  'Utility  -  Set Star Catalogue'  Kommando,  um einen
  Katalog im beschriebenen Format zu verwenden,  und dann 'Utility - Default
  Catalogue', um wieder auf die Daten des GSC zuzugreifen.


* Berechnung der Bahnhalbachse aus der mittleren tglichen Bewegung:
  
  Manche Quellen (wie etwa die Bahnelemente fr numerierte Asteroiden in den
  MPCs)  geben die mittlere tgliche Bewegung (n) statt der groen Bahnhalb-
  achse (a) an.  In diesen Fllen geben Sie den Wert fr  n  in das Eingabe-
  feld, welches fr die Bahnhalbachse vorgesehen ist,  ein,  und drcken den
  Schalter mit der Beschriftung "n -> a" nahe dem Eingabefeld.  Der Computer
  wird den Wert fr n einlesen,  den entsprechenden Wert fr a berechnen und
  in das Eingabefeld einsetzen.


* Hilfsprogramm ELEMCONV.EXE:
  
  Mit dem Hilfsprogramm ELEMCONC.EXE,  das sich im Verzeichnis  /ELM auf der
  Diskette befindet,  knnen Bahnelemente  des  Computer Service  des  Minor
  Planet Center in das ELM-Format von "Astrometrica" umgewandelt werden.
  Starten Sie das Programm mit dem Parameter /? fr weitere Informationen.


* Datei AREPORT:
  
  Neben REPORT.TXT, CREPORT.TXT und ASTROMET.LOG wird "Astrometrica" nun ein
  weitres Report-File erstellen: AREPORT.TXT.  Diese  Datei  kann  verwendet
  werden,  um astrometrische Beobachtungen von Kleinplaneten an  die  "Minor
  Planet Section"  der "Association of Lunar and Planetary Observers" (ALPO)
  zu senden.


* Windows-Untersttzung:
  
  Auf der Diskette finden sich nun auch eine Program Information File  sowie
  zwei Icons fr jene, die "Astrometrica" von Windows heraus starten wollen.


* Korrigierte Fehler:
  
  Ein Fehler  (falscher Pfad)  lag  beim  Zugriff  auf  einige sdliche GSC-
  Regionen vor, der korrigiert wurde.

  Funktionen,  die eine zweite Graphikseite benutzt haben  (Blinkkomperator,
  Zoom) arbeiteten nicht korrekt, wenn "Astrometrica" aus Windows heraus ge-
  startet wurde. Die neue Version sollte dabei keine Probleme mehr haben.


* Erweiterte LIESMICH.TXT-Datei:
  
  Die neue LIESMICH - Datei enthlt einen Abschnitt  'Astrometrica Interna',
  der die Algorithmen,  die das Programm  zur Datenreduktion verwendet,  be-
  schreibt. Der Abschnitt 'Tips und Tricks' beinhaltet einige Informationen,
  wie Sie beste Ergebnisse aus Ihren Bildern herausholen: Vor allem, wie Sie
  genaue Positionen heller Kometen erhalten, wird genau erklrt. Neu ist auch
  ein Kapitel, welches erlutert, wie Sie Ihre astrometrischen Beobachtungen
  an die IAU oder ALPO senden knnen.


  Weiterw Details entnehmen Sie bitte der Datei LIESMICH.TXT!
