DOSBox v0.73 | Deutsche Lokalisierung von Andreas (weapon.zero@gmx.net)
unter Zuhilfenahme der deutschen bersetzung 0.72 von Christian Knig (krischn@gmx.net)



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Anmerkung
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Natrlich hoffen wir, dass sich irgendwann einmal wirklich jedes erdenkliche
PC-Programm unter DOSBox ausfhren lsst, aber noch sind wir nicht ganz so
weit. Im Moment fhlt sich DOSBox auf einem High-End-Rechner in etwa wie ein
guter 486er an.

DOSBox kann so eingestellt werden, dass darauf eine groe Bandbreite von IBM-
kompatiblen Spielen - von den Klassikern aus der Zeit von CGA, Tandy und PCjr
bis hin zu Titeln der Quake-ra - luft.



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Inhalt
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1. Schnelleinstieg
2. FAQ
3. Syntax
4. Interne Befehle/Programme
5. Tastaturkrzel
6. Der Keymapper
7. Tastaturlayouts
8. Mehrspieler mittels Nullmodem-Emulation
9. Verbessern der Spielgeschwindigkeit
10. Fehlerbehebung
11. Die Konfigurationsdatei
12. Die Sprachdatei
13. Eine eigene Version von DOSBox erstellen
14. Danksagungen
15. Kontaktinformation



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1. Schnelleinstieg
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Starten Sie DOSBox und tippen Sie "INTRO", um eine kurze Einfhrung zu
erhalten.

Sie sollten sich unbedingt mit dem Konzept des Einbindens ("mounten") von
Laufwerken und Verzeichnissen vertraut machen, da DOSBox nicht von sich aus
auf Laufwerke (oder Teile davon) zugreift und diese in der Emulation
bereitstellt.
Lesen Sie dazu den Eintrag "Mein C-Prompt sagt Z:\>!" in den FAQ und die
Beschreibung des Befehls "MOUNT" in Abschnitt 4.



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2. FAQ
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Hier einige Fragen, Antworten, Quintessenzen:

F: Mein C-Prompt sagt Z:\>!
F: Muss ich diese Befehle jedes Mal eingeben? Wie geht das automatisch?
F: Wie komme ich in den Vollbildmodus?
F: Mein CD-ROM-Laufwerk geht nicht!
F: Die Maus funktioniert nicht!
F: Es kommt kein Sound!
F: Der Sound stockt/stottert (oder klingt sonstwie seltsam)!
F: Ich kann keinen Backslash ("\") tippen! Und wo ist der Doppelpunkt?
F: Die Tastatur "hngt"!
F: Der Cursor bewegt sich nur in eine Richtung!
F: Das Spiel/Programm kann seine CD-ROM nicht finden!
F: Das Spiel/Programm luft viel zu langsam!
F: Kann DOSBox meinen Computer beschdigen?
F: Wie ndere ich die Gre des Arbeitsspeichers/des EMS, die Prozessor-
   Geschwindigkeit oder den Soundblaster-IRQ?
F: Welche Sound-Hardware emuliert DOSBox?
F: Auf meinem Linux luft aRts und DOSBox strzt beim Start ab!
F: Tolle README, aber ich kapier's noch immer nicht...


F: Mein C-Prompt sagt Z:\>!

A: DOSBox muss erst Ordner/Verzeichnisse freigegeben bekommen, um mit (bzw.
   in) ihnen arbeiten zu knnen. Dafr gibt es den MOUNT-Befehl.

   Unter Windows wrde der Befehl "MOUNT C D:\DOS" Ihnen innerhalb von DOSBox
   ein C-Laufwerk einbinden, das auf den Windows-Ordner D:\DOS verweist.
   Unter Linux wrde "MOUNT C /home/username" Ihnen in DOSBox ein C-Laufwerk
   anlegen, das auf das Linux-Verzeichnis /home/username verweist.

   Um auf das eben eingebundene Laufwerk zu wechseln, tippen Sie "C:". Jetzt
   sollte DOSBox Ihnen die Eingabeaufforderung "C:\>" anzeigen.


F: Muss ich diese Befehle jedes Mal eingeben? Wie geht das automatisch?

A: In der DOSBox-Konfigurationsdatei gibt es den Abschnitt [autoexec], wo Sie
   Befehle eintragen knnen, die dann beim Start von DOSBox ausgefhrt werden.


F: Wie komme ich in den Vollbildmodus?

A: Drcken Sie Alt-Enter. Alternativ knnen Sie auch die DOSBox-
   Konfigurationsdatei bearbeiten und die Zeile "fullscreen=false" in
   "fullscreen=true" ndern. Wenn Ihnen der Vollbildmodus irgendwie komisch
   vorkommt, probieren Sie verschiedene Werte fr die Variable
   "fullresolution" aus. Um den Vollbildmodus wieder zu verlassen, drcken Sie
   erneut Alt-Enter.


F: Mein CD-ROM-Laufwerk geht nicht!

A: Um in DOSBox ein CD-ROM-Laufwerk einbinden zu knnen, knnen Sie zwischen
   verschiedenen Mglichkeiten whlen.
   Fr einfachste CD-ROM-Untersttzung mit MSCDEX:
     MOUNT D F:\ -T cdrom
   Fr "low-level" CD-ROM-Untersttzung (wenn mglich ber IOCTL):
     MOUNT D F:\ -T cdrom -USECD 0
   Fr "low-level" SDL-Untersttzung:
     MOUNT D F:\ -T cdrom -USECD 0 -NOIOCTL
   Fr "low-level" ASPI-Untersttzung (Windows 98/Me mit ASPI-Layer):
     MOUNT D F:\ -T cdrom -USECD 0 -ASPI

   Wobei
     "D" fr den gewnschten DOSBox-Laufwerksbuchstaben,
     "F:\" fr die Pfad des CD-ROM-Laufwerks und
     "0" fr die Nummer steht, die Sie nach Eingabe von "MOUNT -CD" fr das
     betreffende CD-ROM-Laufwerk erhalten haben.

   Siehe auch FAQ: Das Spiel/Programm kann seine CD-ROM nicht finden!


F: Die Maus funktioniert nicht!

A: Normalerweise erkennt DOSBox die Maus, wenn ein Spiel sie benutzt. Durch
   einmaliges Klicken innerhalb des DOSBox-Fensters sollte sie erfasst werden
   und funktionieren. Bei bestimmten Spielen kommt es aber vor, dass die
   Mauserkennung fehlschlgt. In diesem Fall mssen Sie das Erfassen u.U.
   erzwingen: drcken Sie dazu Strg-F10.


F: Es kommt kein Sound!

A: Stellen Sie zunchst sicher, dass der Sound fr das Spiel richtig
   eingestellt ist. Mglicherweise mssen Sie dafr ein zum Spiel gehrendes
   Programm namens SETUP, SETSOUND oder INSTALL ausfhren. Prfen Sie, ob es
   dort eine "Autodetect"-Option gibt. Falls nicht, whlen Sie eine "Sound
   Blaster"- oder "SoundBlaster 16"-Karte mit den Einstellungen "Adresse=220,
   IRQ=7, DMA=1" aus. Wenn Sie ein MIDI-Gert auswhlen knnen/wollen, whlen
   Sie die Einstellung "Adresse=330". In der DOSBox-Konfigurationsdatei knnen
   Sie diese Werte auch ndern.

   Falls das Problem damit nicht behoben ist, setzen Sie den "core" in der
   Konfigurationsdatei von "auto" auf "normal" und reduzieren Sie die Zahl der
   Cycles auf einen niedrigen statischen Wert (zum Beispiel "cycles=2000").
   Prfen Sie auch, ob ihr Wirtsbetriebssystem berhaupt Sound ausgibt.


F: Der Sound stockt/stottert (oder klingt sonstwie seltsam)!

A: Sie benutzen zuviel Prozessorleistung, um die DOSBox-Geschwindigkeit zu
   halten. Sie sollten entweder die Zahl der Cycles verringern, mehr Frames
   berspringen oder die Abtastfrequenz (sampling rate) der verwendeten
   Soundkartenemulation reduzieren (siehe Konfigurationsdatei). Oder Sie
   schaffen sich einen schnelleren Rechner an.
   Sie knnen auch versuchen, in der Konfigurationsdatei den "prebuffer"
   fr die Soundemulation zu erhhen.

   Wenn die Cycles auf "max" oder "auto" eingestellt sind, stellen Sie sicher,
   dass keine Hintergrundprozesse stren (insbesondere, wenn diese auf die
   Festplatte zugreifen).


F: Ich kann keinen Backslash ("\") tippen! Und wo ist der Doppelpunkt?

A: Dieses Problem tritt auf, wenn Sie ein anderes als das US-amerikanische
   Tastaturlayout benutzen. Mgliche Abhilfen:
     1. Das Tastaturlayout ndern (siehe Abschnitt "Tastaturlayouts")
     2. Im Wirtsbetriebssystem das US-Tastaturlayout einstellen.
     3. Statt Backslash den Schrgstrich ("/") benutzen.
     4. In der Konfigurationsdatei die Variable "usescancodes" von "false"
        nach "true" setzen.
     5. Die gewnschten Befehle in der Konfigurationsdatei eintragen.
     6. Die Kombinationen Alt-58 und Alt-92 fr ":" und "\" verwenden.
     7. Auf der deutschen Tastatur liegt der Backslash auf der "#"-Taste, den
        Doppelpunkt bekommt man mit Shift-.
     8. Benutzen Sie das Programm KEYB (http://projects.freedos.net/keyb/),
        am besten in der Version 2.0 pre4, weil neuere wie ltere Versionen
        einen Programmfehler in den Laderoutinen aufweisen.


F: Die Tastatur "hngt"!

A: Reduzieren Sie in der Konfigurationsdatei die Prioritt von DOSBox im
   System (z.B. "priority=normal,normal"). Eine andere Mglichkeit besteht
   darin, die Zahl der Cycles zu verringern.


F: Der Cursor bewegt sich nur in eine Richtung!

A: Schalten Sie die Joystick-Simulation ab und prfen Sie, ob das Problem dann
   immer noch besteht (setzen Sie "joysticktype=none" im Abschnitt [joysticks]
   der DOSBox-Konfigurationsdatei. Sie knnen auch einfach den Joystick
   abklemmen (Stecker ziehen).
   Wenn Sie in dem Spiel einen Joystick verwenden mchten, setzen Sie
   versuchshalber "timed=false" und kalibrieren Sie den Joystick sowohl in
   Ihrem Betriebssystem als auch im Setup-Programm des Spiels.


F: Das Spiel/Programm kann seine CD-ROM nicht finden!

A: Stellen Sie sicher, dass Sie die CD-ROM mit dem Parameter "-T cdrom"
   eingebunden haben, dadurch wird das MSCDEX-Interface geladen, mit dem
   DOS-Spiele mit CD-ROM-Laufwerken kommunizieren.

   Sie knnen auch versuchen, das richtige CD-Label (Laufwerksbezeichnung)
   anzugeben ("-LABEL Bezeichnung"). Fr "low-level" CD-ROM-Untersttzung
   benutzen Sie alternativ den Parameter "-USECD x", wobei das "x" fr die
   Nummer des CD-Laufwerks steht. Diese erhalten Sie durch Eingabe von
   "MOUNT -CD". Unter Windows knnen Sie auch noch "-IOCTL", "-ASPI" oder
   "-NOIOCTL" angeben (dazu mehr bei der Beschreibung des MOUNT-Befehls).
   Siehe auch FAQ: Mein CD-ROM-Laufwerk geht nicht!

   Versuchen Sie, ein CD-ROM-Image anzulegen (vorzugsweise im Format CUE/BIN)
   und binden Sie dieses mit dem DOSBox-Befehl IMGMOUNT ein. Dadurch erhalten
   Sie unter jedem Betriebssystem eine ausgezeichnete "low-level" CD-ROM-
   Untersttzung.


F: Das Spiel/Programm luft viel zu langsam!

A: Siehe Abschnitt "Verbessern der Spielgeschwindigkeit"


F: Kann DOSBox meinen Computer beschdigen?

A: DOSBox kann Ihren Computer nicht mehr beschdigen als jedes andere Programm
   mit hohen Systemvoraussetzungen. Wenn Sie die Zahl der Cycles erhhen, wird
   nicht wirklich Ihr Prozessor bertaktet. Eine zu hoch eingestellte Cycles-
   Zahl hat negative Auswirkungen auf die Geschwindigkeit, mit der innerhalb
   von DOSBox Programme ausgefhrt werden.


F: Wie ndere ich die Gre des Arbeitsspeichers/des EMS, die Prozessor-
   Geschwindigkeit oder den Soundblaster-IRQ?

A: Erstellen Sie eine Konfigurationsdatei: "CONFIG -WRITECONF dosbox.conf";
   ffnen Sie diese in Ihrem Lieblings-Text-Editor und schauen Sie sich die
   Einstellungen an. Um DOSBox mit den neuen Einstellungen zu laden, benutzen
   Sie "dosbox -CONF dosbox.conf" (ndern Sie u.U. Ihre Verknpfung
   entsprechend).


F: Welche Sound-Hardware emuliert DOSBox?

A: DOSBox emuliert verschiedene alte Soundwiedergabe-Gerte:
   - PC-Lautsprecher
     Die Emulation umfasst den Ton-Generator und verschiedene Formen von
     digitaler Soundausgabe ber den internen Lautsprecher.
   - Creative CMS/Gameblaster
     Die erste Karte von Creative Labs. In der Voreinstellung belegt sie
     Port 0x220. Vorsicht: wenn Sie die Karte zusammen mit der Adlib-Emulation
     aktivieren, kann es zu Problemen kommen.
   - Tandy 3 Voice
     Diese Hardware wird bis auf den Noise-Channel komplett emuliert. Dieser
     ist nicht besonders gut dokumentiert und was die Sauberkeit des Sounds
     angeht, half nur raten.
   - Adlib
     Diese Emulation wurde von MAME entliehen und ist fast perfekt. Sie umfasst
     auch die Fhigkeit des Adlib, beinahe digitalisierten Sound wiederzugeben.
   - SoundBlaster 16, SoundBlaster Pro I & II, SoundBlaster I & II
     In der Voreinstellung bietet DOSBox 16-Level/16-bit Stereo-Sound.
     Sie knnen in der Konfigurationsdatei auch ein anderes Modell einstellen.
   - Disney Soundsource
     Diese Soundkarte benutzt den Druckeranschluss und gibt nur Digital-Sound
     aus.
   - Gravis Ultrasound
     Diese Hardware wird fast komplett emuliert, jedoch wurden die MIDI-
     Funktionen weggelassen, da anderweitig ein MPU-401 emuliert wird.
   - MPU-401
     Auch ein MIDI-Interface wird emuliert, allerdings nur, wenn sie ber ein
     General MIDI- oder MT-32-Gert verfgen.


F: Auf meinem Linux luft aRts und DOSBox strzt beim Start ab!

A: Auch wenn es sich hierbei nicht wirklich um ein DOSBox-Problem handelt, so
   kann es beseitigt werden, indem Sie die Umgebungsvariable "SDL_AUDIODRIVER"
   nach "alsa" oder "oss" ndern.


F: Tolle README, aber ich kapier's noch immer nicht...

A: Vielleicht kann Ihnen "The Newbie's pictorial guide to DOSBox" unter
   http://vogons.zetafleet.com/viewforum.php?f=39 weiterhelfen.
   Alternativ knnen Sie es im DOSBox-Wiki probieren:
   http://dosbox.sourceforge.net/wiki/
   Beide Angebote sind nur in englischer Sprache verfgbar, es sollten sich
   ber die bekannten Suchmaschinen aber auch zahlreiche deutschsprachige
   Tutorials und Anleitungen finden lassen.


Sollten Sie noch Fragen haben, lesen diese README aufmerksam durch und/oder
schauen Sie auf folgender Seite und dem dazugehrigen Forum nach:
http://dosbox.sourceforge.net



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3. Syntax
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Dieser Abschnitt gibt einen berblick ber die Kommandozeilenparameter, mit
denen DOSBox gestartet werden kann. Windows-Benutzer sollten dazu ihre DOSBox-
Verknpfung entsprechend bearbeiten ("Ziel:") oder die Eingabeaufforderung
benutzen (CMD.EXE bzw. COMMAND.COM).

Die Parameter gelten - wenn nicht anders angegeben - fr alle verwendeten
Betriebssysteme.

dosbox [Name] [-EXIT] [-C Befehl] [-FULLSCREEN] [-CONF Konfigurationsdatei]
       [-LANG Sprachdatei] [-MACHINE System] [-NOCONSOLE]
       [-STARTMAPPER] [-NOAUTOEXEC] [-SCALER Filter] [-FORCESCALER Filter]

dosbox -VERSION


  Name
        Wenn "Name" ein Verzeichnis ist, wird es als C-Laufwerk eingebunden.
        Wenn "Name" ein Programm ist, wird das Verzeichnis von "Name"
        eingebunden und "Name" ausgefhrt.

  -EXIT
        DOSBox wird nach der Ausfhrung von "Name" beendet.

  -C Befehl
        Fhrt vor dem Aufrufen von "Name" einen bezeichneten "Befehl" aus.
        Es knnen mehrere Befehle angegeben werden, vor jedem sollte aber "-C"
        stehen.
        Mgliche "Befehle" sind: ein internes Programm, ein DOS-Befehl oder
        ein Programm auf einem eingebundenen Laufwerk.

  -FULLSCREEN
        Fhrt DOSBox im Vollbildmodus aus.

  -CONF Konfigurationsdatei
        Fhrt DOSBox mit den in "Konfigurationsdatei" angegebenen Optionen
        aus. Der Parameter "-CONF" kann mehrfach benutzt werden.
        Siehe dazu den Abschnitt "Die Konfigurationsdatei".

  -LANG Sprachdatei
        DOSBox benutzt die in "Sprachdatei" angegebenen Zeichenketten.

  -MACHINE System
        DOSBox anweisen, ein bestimmtes Computermodell zu emulieren. Mgliche
        Werte sind: hercules, cga, pcjr, tandy, vga (Voreinstellung).
        Die Wahl des Systems hat Einfluss auf den Grafikmodus und verfgbare
        Soundkarten.

  -NOCONSOLE (nur unter Windows)
        DOSBox ohne Status-Fenster laden. Meldungen werden in die Dateien
        stdout.txt und stderr.txt umgeleitet.

  -STARTMAPPER
        Ruft direkt beim Programmstart den Keymapper auf. Hilfreich bei
        Tastaturproblemen.

  -NOAUTOEXEC
        DOSBox ignoriert den Abschnitt [autoexec] der Konfigurationsdatei.

  -SCALER Filter
        Benutzt den durch "Filter" angegebenen Scaling-Methode. Die
        verfgbaren Filter finden Sie in der DOSBox-Konfigurationsdatei.

  -FORCESCALER Filter
        hnlich dem Parameter -SCALER; erzwingt die Anwendung des gewhlten
        Filters auch wenn dieser mglicherweise nicht passt.

  -VERSION
        Gibt Versions-Information aus und beendet DOSBox. Zur Verwendung durch
        Frontends.


ANMERKUNG: Wenn Name/Befehl/Konfigurationsdatei/Sprachdatei ein Leerzeichen
enthlt, setzen Sie Name/Befehl/Konfigurationsdatei/Sprachdatei komplett in
Anfhrungszeichen ("hier ein Beispiel").

Wenn Sie innerhalb der Anfhrungszeichen weitere Anfhrungszeichen benutzen
mssen (am wahrscheinlichsten bei den Parametern -C und -MOUNT), benutzen Sie
unter Windows und OS/2 einfache Anfhrungszeichen (') innerhalb der doppelten
Anfhrungszeichen, unter anderen Betriebssystemen versuchen Sie einen
vorangestellten umgekehrten Schrgstrich (\).

  Beispiel Windows:
    -C "MOUNT C 'C:\Mein Ordner'"
  Beispiel Linux:
    -C "MOUNT C \"/tmp/mein spiel\""


Beispiel:

dosbox C:\ATLANTIS\ATLANTIS.EXE -C "MOUNT D C:\SAVES"
  Bindet den Ordner C:\ATLANTIS als C-Laufwerk ein und fhrt das Programm
  ATLANTIS.EXE aus, nachdem C:\SAVES als D-Laufwerk eingebunden wurde.


Unter Windows knnen Verzeichnisse oder Dateien auch mittels Drag & Drop auf
die dosbox.exe gezogen werden.



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4. Interne Befehle/Programme
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DOSBox untersttzt die meisten DOS-Befehle aus COMMAND.COM; eine Liste der
internen Kommandos erhalten Sie durch den Befehl HELP.

Zustzlich sind folgende Befehle verfgbar:


MOUNT "Virtueller Laufwerksbuchstabe" "Laufwerk oder Ordner"
      [-T Typ] [-ASPI] [-IOCTL] [-NOICTL] [-USECD Nummer]
      [-SIZE Laufwerksgre] [-LABEL Bezeichnung] [-FREESIZE Speicherplatz]
MOUNT -CD
MOUNT -U "Virtueller Laufwerksbuchstabe"

  Programm zum Einbinden lokaler Laufwerke bzw. Verzeichnisse/Ordner als
  virtuelle Laufwerke innerhalb von DOSBox.

  "Virtueller Laufwerksbuchstabe"
        Der Laufwerksbuchstabe innerhalb von DOSBox (z.B. C)

  "Laufwerk oder Ordner"
        Das lokale Verzeichnis, das in DOSBox verfgbar gemacht werden soll.
        Es wird empfohlen, ganze Laufwerke nur dann einzubinden, wenn es sich
        bei ihnen um CD-ROMs handelt.

  -T Typ
        Typ des eingebundenen Verzeichisses. Untersttzt werden:
        dir (Voreinstellung), floppy, cdrom.

  -SIZE Laufwerksgre
        Legt die Gre des Laufwerks fest. Format fr Laufwerksgre:
        "BpS,SpK,ACg,ACf"
          BpS: Bytes pro Sektor, in der Grundeinstellung 512 fr normale und
            2048 fr CD-ROM-Laufwerke
          SpC: Sektoren pro Cluster, normalerweise zwischen 1 und 127
          ACg: Anzahl der Cluster (gesamt), zwischen 1 und 65534
          ACf: Anzahl der freien Cluster, zwischen 1 und ACg

  -FREESIZE Speicherplatz
        Eine vereinfachte Version von -SIZE; legt die Gre des auf dem
        Laufwerk verfgbaren freien Speichers fest.
        Fr normale Laufwerke wird der Wert in Megabytes interpretiert, fr
        Disketten in Kilobytes.

  -LABEL Bezeichnung
        Laufwerksbezeichnung als "Bezeichnung" festlegen. Wird manchmal
        bentigt, wenn das CD-Label nicht richtig gelesen wird. Kann hilfreich
        sein, wenn ein Programm seine CD-ROM nicht findet. Falls keine
        Bezeichnung angegeben und keine "low-level" Untersttzung (-USECD
        und/oder -ASPI bzw. -NOICTL) gewhlt wird:
          Windows: Bezeichnung wird bernommen von "Verzeichnis"
          Linux: Bezeichnung lautet "NO_LABEL"
        Wenn eine Bezeichnung angegeben wird, ist diese solange gltig, wie
        das Laufwerk eingebunden ist und wird nicht geupdatet (CD-Wechsel)!

  -ASPI
        Immer ASPI-Layer benutzen. Nur gltig, wenn eine CD-ROM auf einem
        Windows-System mit ASPI-Layer eingebunden wird.

  -IOCTL
        Immer IOCTL-Befehle benutzen. Nur gltig, wenn eine CD-ROM auf einem
        kompatiblen System eingebunden wird (Windows NT/2000/XP).

  -NOICTL
        Immer SDL-CD-ROM-Layer benutzen. Gltig auf allen Systemen.

  -USECD Nummer
        SDL-CD-ROM-Untersttzung fr bestimmte Laufwerksnummer erzwingen. Die
        Nummer erfahren sie mit -CD. Gltig auf allen Systemen.

  -CD
        Zeigt alle erkannten CD-ROM-Laufwerke und ihre Nummern. Zur Benutzung
        mit -USECD.

  -U
        Laufwerk "entbinden". Nicht zu verwenden mit Z:\.

  ANMERKUNG: Ein lokales Verzeichnis kann auch als CD-ROM-Laufwerk eingebunden
  werden, die Hardware-Untersttzung fehlt dann.

  Im Grunde kann mit MOUNT echte Hardware mit dem von DOSBox emulierten PC
  verbunden werden. MOUNT C C:\GAMES weist DOSBox an, Ihren Ordner C:\GAMES
  als C-Laufwerk innerhalb DOSBox zu verwenden. Es erlaubt Ihnen auch, die
  Laufwerksbuchstaben fr Programme zu ndern, die bestimmte
  Laufwerksbuchstaben bentigen.

  Das Spiel Touch: Adventures of the Fifth Musketeer muss beispielsweise
  vom C-Laufwerk gestartet werden. Mit DOSBox und dem MOUNT-Befehl kann man
  dem Spiel vorgaukeln, es befnde sich auf dem C-Laufwerk, whrend Sie es
  ablegen knnen, wo Sie wollen. Wenn das Spiel also in D:\GAMES\TOUCHE wre,
  knnten Sie den Befehl "MOUNT C D:\GAMES" benutzen, um Touch vom D-Laufwerk
  auszufhren.

  Es wird DRINGEND davon abgeraten, das gesamte C-Laufwerk mit "MOUNT C C:\"
  einzubinden. Dasselbe gilt fr die Urverzeichnisse egal welches Laufwerks,
  mit Ausnahme von CD-ROMs (da diese schreibgeschtzt sind). Falls Ihnen oder
  DOSBox ein Fehler unterluft, knnten alle Daten verloren gehen.
  Es wird deshalb empfohlen, alle Programme/Spiele in einem Unterverzeichnis
  abzulegen und dieses einzubinden.

  Allgemeine MOUNT-Beispiele:

  1. C:\OrdnerX als Diskettenlaufwerk A einbinden:
       MOUNT A C:\OrdnerX -T floppy
  2. Das CD-ROM-Laufwerk E als CD-ROM-Laufwerk D in DOSBox einbinden:
       MOUNT D E:\ -T cdrom
  3. Das CD-ROM-Laufwerk bei /media/cdrom als Laufwerk D in DOSBox einbinden:
       MOUNT D /media/cdrom -T cdrom -USECD 0
  4. D:\ als Laufwerk mit ~870 MB freiem Speicher einbinden (einfach):
       MOUNT C D:\ -FREESIZE 870
  5. D:\ als Laufwerk mit ~870 MB freiem Speicher einbinden (komplex, nur fr
     Profis!):
       MOUNT C D:\ -SIZE 512,127,16513,13500
  6. Verzeichnis /home/user/OrdnerY als C-Laufwerk in DOSBox einbinden:
       MOUNT C /home/user/OrdnerY
  7. Das DOSBox-Verzeichnis als Laufwerk D einbinden:
       MOUNT D


MEM

  Zeigt die Gre des freien Arbeitsspeichers an.


CONFIG -WRITECONF Datei
CONFIG -WRITELANG Datei
CONFIG -SET Abschnitt Variable=Wert
CONFIG -GET Abschnitt Variable

  Mit CONFIG knnen verschiedene Einstellungen von DOSBox abgefragt oder
  gendert werden, whrend das Programm luft. Die gewhlten Einstellungen
  und Zeichenketten knnen direkt gespeichert werden. Informationen ber
  mgliche Abschnitte und Variablen finden Sie im Abschnitt "Die
  Konfigurationsdatei".

  -WRITECONF Datei
       Die aktuelle Konfigurationsdatei in "Datei" abspeichern. "Datei"
       befindet sich im lokalen DOSBox-Verzeichnis, nicht im eingebundenen
       DOSBox-Laufwerk!).

       Die Konfigurationsdatei steuert verschiedene DOSBox-Einstellungen: die
       Gre des emulierten Speichers, die emulierten Soundkarten und vieles
       mehr. Sie beinhaltet auch die AUTOEXEC.BAT-Einstellungen. Mehr Infor-
       mationen im Abschnitt "Die Konfigurationsdatei".

  -WRITELANG Datei
       Die aktuellen Spracheinstellungen abspeichern, wobei "Datei" sich im
       lokalen DOSBox-Verzeichnis befindet, nicht im eingebundenen DOSBox-
       Laufwerk. Die Sprachdatei beinhaltet (fast) alle auf dem Bildschirm
       sichtbaren Ausgaben der internen Befehle und des internen DOS.

  -SET Abschnitt Variable=Wert
       CONFIG versucht, der Variablen einen neuen Wert zuzuordnen. CONFIG kann
       zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeben, ob der Versuch erfolgreich war.

  -GET Abschnitt Variable
       Der aktuelle Wert der Variable wird ausgegeben und und in der Umge-
       bungsvariable %CONFIG% gespeichert. Hilfreich, wenn mit Stapeldateien
       gearbeitet wird.

  Sowohl "-SET" als auch "-GET" funktionieren aus Stapeldateien heraus und
  knnen benutzt werden, um fr einzelne Spiele eigene Einstellungen festzu-
  legen.

  Beispiele:

  1. Eine Konfigurationsdatei im DOSBox-Verzeichnis abspeichern:
       CONFIG -WRITECONF dosbox.conf
  2. Die CPU-Cycles auf 10000 setzen:
       CONFIG -SET cpu cycles=10000
  3. EMS-Speicheremulation abschalten:
       CONFIG -SET dos ems=off
  4. Prfen, wieviel Prozessorleistung DOSBox im System nutzt:
       CONFIG -GET cpu core


LOADFIX [-Gre] [Programm] [Programm-Parameter]
LOADFIX -F

  Programm zum Speicher-"Fressen". Hilfreich bei alten Programmen, die wenig
  freien Speicher erwarten.

  -Gre
        Gre des zu "fressenden" Speichers in KB, Voreinstellung: 64 KB

  -F
        Vorher zugeteilten Speicher freigeben.

  Beispiele:

  1. Programm MM2.EXE laden und 64 KB Speicher zuteilen (MM2 erhlt 64 KB
     weniger Speicher):
       LOADFIX MM2.EXE
  2. Programm MM2.EXE laden und 32 KB Speicher zuteilen:
       LOADFIX -32 MM2.EXE
  3. Vorher zugeteilten Speicher freisetzen:
       LOADFIX -F


RESCAN

  DOSBox liest die Verzeichnisstruktur erneut ein. Hilfreich, wenn auerhalb
  von DOSBox etwas in dem/den eingebundenen Verzeichnis/sen gendert wurde.
  Alternativ kann auch Strg-F4 benutzt werden.


MIXER Kanal Links:Rechts [/NOSHOW] [/LISTMIDI]

  Zeigt die Lautstrkeeinstellungen an und ndert sie.

  Kanal
        Einer der folgenden Werte: master, disney, spkr, gus, sb, fm.

  Links:Rechts
        Eine Lautstrkeangabe in Prozent (fr die jeweilige Seite).
        Ein vorangestelltes D sorgt dafr, dass die Zahl als Dezibelangabe
        interpretiert wird (Beispiel: MIXER gus d-10).

  /NOSHOW
        Die Lautstrkenderung erfolgt stumm (keine Textmeldung).

  /LISTMIDI
        Zeigt die auf Ihrem Rechner verfgbaren MIDI-Gerte an (Windows).
        Um ein anderes Gert als den standardmigen MIDI-Mapper auszuwhlen,
        fgen Sie eine Zeile "config=id" im Abschnitt [midi] der
        Konfigurationsdatei hinzu, wobei "id" die Nummer ist, die Sie nach
        Benutzung von /LISTMIDI fr das betreffende Gert erhalten.


IMGMOUNT

  Programm zum Einbinden von Disketten-, Festplatten- und CD-ROM-Images
  in DOSBox.

  IMGMOUNT "Virtueller Laufwerksbuchstabe" Imagedatei -T Imagetyp
           -FS Imageformat
           -SIZE Sektorengre, Sektoren pro Kopf, Kpfe, Zylinder

  Imagedatei
        Adresse der in DOSBox einzubindenden Imagedatei. Diese befindet sich
        entweder auf einem in DOSBox eingebundenen Laufwerk oder einem
        physischen Gert. Es knnen auch CD-ROM-Images (ISO oder CUE/BIN)
        eingebunden werden. Wenn Sie mehrere CD-ROMs bentigen, geben Sie
        die Images hintereinander an. Diese knnen dann jederzeit mit Strg-F4
        gewechselt werden.

  -T Imagetyp
      Gltige Imagetypen:
        floppy: Gibt ein Disketten-Image bzw. -Images an. DOSBox erkennt das
                Format automatisch (360 KB, 1,2 MB, 720 KB, 1,44 MB usw.)
        iso:    Gibt ein CD-ROM-Image an. Das Format wird automatisch erkannt.
                Es kann ein ISO- oder CUE/BIN-Image benutzt werden.
        hdd:    Gibt ein Festplatten-Image an. Es muss die korrekte CHS-
                Laufwerksgeometrie angegeben werden.

  -FS Imageformat
      Gltige Dateisystem-Formate:
        iso:    ISO 9660 CD-ROM-Format.
        fat:    FAT-Dateisystem. DOSBox versucht, dieses Image als Laufwerk
                in DOSBox einzubinden und die Dateien in DOSBox verfgbar zu
                machen.
        none:   DOSBox versucht nicht, das Dateisystem auf dem Image zu lesen.
                Dies kann ntzlich sein, wenn man es formatieren oder mit dem
                BOOT-Befehl davon booten will. Fr das "none"-Dateisystem muss
                statt einem Laufwerksbuchstaben eine Laufwerksnummer angegeben
                werden (2 oder 3; wobei 2=Master, 3=Slave).
                Um beispielsweise ein 70 MB-Image D:\TEST.IMG als Slave-
                Laufwerk einzubinden, benutzen Sie:
                  IMGMOUNT 3 D:\TEST -SIZE 512,63,16,142 -FS none
                Zum Vergleich der Befehl, um das Laufwerk in DOSBox zu lesen:
                  IMGMOUNT E D:\TEST.IMG -SIZE 512,63,16,142

  -SIZE
        Die Laufwerksgeometrie (Angaben zur Anzahl von Zylindern, Kpfen und
        Sektoren) des Laufwerks. Wird bentigt, um Festplatten-Images
        einbinden zu knnen.

  Ein Beispiel zum Einbinden von CD-ROM-Images:

    1a. MOUNT C /tmp
    1b. IMGMOUNT D C:\CDROM.ISO -T iso
  oder alternativ:
    2. IMGMOUNT D /tmp/CDROM.ISO -T iso


BOOT

  BOOT startet Disketten- oder Festplatten-Images unabhngig von der DOS-
  Emulation von DOSBox. Damit knnen sog. Booter-Spiele oder andere
  Betriebssysteme innerhalb von DOSBox gebootet werden.
  Wenn das emulierte System ein PCjr ist ("machine=pcjr"), knnen mit dem
  BOOT-Befehl auch PCjr-Cartridges (.jrc) geladen werden.

  BOOT [Image1.img Image2.img ... ImageN.img] [-L Laufwerksbuchstabe]
  BOOT Cartridge.jrc
    (nur gltig bei PCjr-Emulation)

  ImageN.img
        Eine beliebige Anzahl von Disketten-Images, die eingebunden werden
        sollen, nachdem DOSBox vom angegebenen Laufwerk gebootet hat.
        Um zwischen den eingebundenen Disketten zu wechseln, benutzen Sie
        Strg-F4. Dadurch wird die aktuelle Diskette "ausgeworfen" und die
        nchste auf der Liste "eingelegt". Sobald die letzte Diskette auf der
        Liste ausgeworfen wurde, wird wieder bei der ersten begonnen.

  -L Laufwerksbuchstabe
        Gibt das Laufwerk an, von dem gebootet werden soll.
        Die Voreinstellung ist A, also das Diskettenlaufwerk. Es kann auch von
        einem als Master eingebundenen Festplatten-Image gebootet werden,
        dazu muss "-L C" angegeben werden. Soll das Laufwerk als Slave
        behandelt werden, lautet der Parameter: "-L D".

   Cartridge.jrc
        Wenn das emulierte System ein PCjr ist, knnen auch PCjr-Cartridges
        gebootet werden. Die Emulation ist aber noch nicht perfekt.


IPX

  Die IPX-Netzwerkuntersttzung muss zunchst in der Konfigurationsdatei
  aktiviert werden ("ipx=true").

  Alles, was mit dem IPX-Netzwerk zusammenhngt, wird durch den internen
  Befehl IPXNET gesteuert. Um Hilfe ber das IPX-Netzwerk innerhalb von DOSBox
  zu erhalten, benutzen Sie "IPXNET HELP" (ohne Anfhrungszeichen). Das
  Programm wird Ihnen eine Liste der gltigen Parameter und dazugehrige
  Informationen ausgeben.

  Um das Netzwerk nun tatschlich einrichten zu knnen, muss ein System als
  Server fungieren. Um es einzurichten, geben Sie unter DOSBox den Befehl
  "IPXNET STARTSERVER" ein. Es wird sich automatisch eine DOSBox-
  Serversitzung zum virtuellen IPX-Netzwerk hinzufgen. Auf den Rechnern, die
  mit dem virtuellen IPX-Netzwerk verbunden werden sollen, geben Sie jeweils
  den Befehl "IPXNET CONNECT Adresse" ein.

  Wenn der Server zum Beispiel horst.dosbox.com heit, mssen Sie folgenden
  Befehl auf jedem Client eingeben: "IPXNET CONNECT horst.dosbox.com".

  Fr Spiele, die NetBIOS benutzen, wird ein Programm namens NETBIOS.EXE von
  Novell bentigt. Richten Sie die IPX-Verbindung wie oben beschrieben ein
  und starten Sie NetBIOS.

  Es folgt die IPXNET-Syntax:

  IPXNET CONNECT Adresse Port
        ffnet eine Verbindung zu einem IPX-Tunnelserver innerhalb einer
        anderen DOSBox-Sitzung. Der Parameter "Adresse" gibt die IP-Adresse
        oder den Host-Namen des Servers an. Sie knnen auch einen UDP-Port
        angeben, den Sie benutzen wollen. Standardmig benutzt IPXNET den
        Port 213. Dies ist der Anschluss, der von IANA fr den IPX-
        Tunnelserver zugewiesen wird.

  IPXNET DISCONNECT
        beendet die Verbindung mit dem IPX-Tunnelserver.

  IPXNET STARTSERVER Port
        startet einen IPX-Tunnelserver innerhalb der aktuellen DOSBox-Sitzung.
        Standardmig akzeptiert der Server Verbindungen auf UDP-Port 213,
        Sie knnen diese Einstellung aber ndern.
        Wenn dem Server ein Router vorgeschaltet ist, muss der Port angegeben
        werden.
        Auf Linux-/Unix-basierten Systemen knnen Ports unterhalb von 1023 nur
        von Root-Accounts benutzt werden. Auf diesen Systemen sollten Sie
        Ports oberhalb von 1023 benutzen.

  IPXNET STOPSERVER
        beendet den IPX-Tunnelserver der aktuellen DOSBox-Sitzung. Sie sollten
        vorsichtshalber sicherstellen, dass alle anderen Verbindungen
        ebenfalls beendet wurden, ansonsten knnten sich die noch auf den
        Tunnelrechner zugreifenden Rechner eventuell aufhngen.

  IPXNET PING
        sendet einen Broadcast-Ping durch das Tunnelnetzwerk, auf den die
        angeschlossenen Rechner antworten und die Zeit angeben, die bentigt
        wurde, um den Ping zu senden und zu empfangen.

  IPXNET STATUS
        zeigt den Status des IPX-Tunnelnetzwerks der aktuellen DOSBox-Session
        an. Um eine Liste aller an das Netzwerk angeschlossenen Rechner zu
        erhalten, benutzen Sie den Befehl IPXNET PING.


KEYB [Tastaturcode [Codeseite [Tastaturdefinitionsdatei]]]

  Programm zum ndern des Tastaturcodes (Tastaturlayouts). Mehr darber im
  Abschnitt "Tastaturlayouts".

  Tastaturcode
        Der aus zwei (oder mehr) Buchstaben bestehende Tastaturcode fr ein
        Land, beispielsweise GK (Griechenland) oder IT (Italien). Damit wird
        das zu verwendende Tastaturlayout ausgewhlt.

  Codeseite
        Die Nummer der zu verwendenden Codeseite (Codepage). Wenn der
        Tastaturcode nicht mit der Codeseite kompatibel ist, kann diese nicht
        geladen werden.
        Wenn keine Codeseite angegeben wird, benutzt DOSBox automatisch das
        entsprechende Standard-Layout.

  Tastaturdefinitionsdatei
        Diese kann/muss angegeben werden, falls die gewnschte Codeseite nicht
        durch DOSBox zur Verfgung gestellt wird und wird auch nur in solchen
        Fllen bentigt.

  Beispiele:

  1) Standard-Tastaturlayout fr Deutschland und sterreich (es wird
     automatisch die Codeseite 858 verwendet):
       KEYB GR
  2) Russisches Tastaturlayout mit Codeseite 866:
       KEYB RU 866
         (Benutzen Sie LinksAlt-RechtsShift fr kyrillische Zeichen)
  3) Franzsisches Tastaturlayout mit Codeseite 850 aus der Datei EGACPI.DAT:
       KEYB FR 850 EGACPI.DAT
  4) Codeseite 858 (ohne Tastaturlayout):
       KEYN none 858


Um Hilfe fr einen internen Befehl oder ein bestimmtes Programm zu erhalten,
kann auch der Kommandozeilenparameter "/?" benutzt werden.



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5. Tastaturkrzel
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Die folgende Auflistung erhalten Sie auch mit dem Befehl INTRO SPECIAL:

Alt-Enter       Vollbildmodus an/aus
Alt-Pause       Emulation unterbrechen
Strg-F1         Keymapper starten
Strg-F4         Disketten-Image wechseln; Verzeichnisstruktur neu lesen
Strg-F5         Screenshot als PNG-Datei abspeichern
Strg-Alt-F5     Bildschirmausgabe und Sound als Videoclip speichern an/aus
Strg-F6         Soundausgabe in WAV-Datei schreiben an/aus
Strg-Alt-F7     OPL-Daten aufzeichnen an/aus
Strg-Alt-F8     Raw-MIDI-Daten aufzeichnen an/aus
Strg-F7         Frames berspringen -1
Strg-F8         Frames berspringen +1
Strg-F9         DOSBox schlieen
Strg-F10        Maus erfassen/freigeben
Strg-F11        Emulation verlangsamen (DOSBox-Cycles verringern)
Strg-F12        Emulation beschleunigen (DOSBox-Cycles erhhen)
Alt-F12         Drosselung aufheben (Turbo-Knopf)

Diese Voreinstellungen knnen im Keymapper gendert werden.

Gespeicherte/aufgenommene Dateien werden im Unterverzeichnis "capture" im
DOSBox-Ordner abgelegt (diese Einstellung kann in der Konfigurationsdatei
gendert werden).
Das Verzeichnis muss vor dem Start von DOSBox vorhanden sein, sonst kann
nichts gespeichert/aufgenommen werden!

ANMERKUNG: Sobald die DOSBox-Cycles derart erhht wurden, dass es das
Leistungsmaximum Ihres Rechners bersteigt, hat das denselben Effekt, als
wrden Sie die Emulation verlangsamen. Dieses Maximum ist von Rechner zu
Rechner unterschiedlich, es gibt keinen allgemein gltigen Wert.



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6. Der Keymapper
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Wenn Sie den Keymapper starten (entweder mit Strg-F1 oder dem
Kommandozeilenparameter "-STARTMAPPER"), erhalten Sie eine virtuelle Tastatur
und einen virtuellen Joystick.

Diese virtuellen Gerte entsprechen den Tasten, die DOSBox an die ausgefhrten
Programme bergibt. Durch einen Mausklick auf die jeweilige Taste sehen Sie
links unten, mit welcher Taste/Funktion diese verknpft ist (EVENT).

EVENT: Taste/Funktion
BIND: Belegung
                        Add   Del
mod1  hold              Next
mod2
mod3

  EVENT
    Die Taste/Joystick-Knopf bzw -Achse, die DOSBox den emulierten Programmen
    meldet.

  BIND
    Die Taste auf Ihrer Tastatur/Ihrem Joystick (bzw. die Joystick-Achse), die
    dem EVENT (Taste/Funktion) durch SDL zugewiesen wird.

  mod1,2,3
    Zusatztasten: die Tasten, die zusammen mit BIND gedrckt werden mssen.
    mod1=Strg, mod2=Alt. Diese werden i.A. nur gebraucht, wenn die DOSBox-
    Sondertasten gendert werden sollen.

  Add
    Dem EVENT ein neues BIND zuweisen, also: eine Taste (oder einen Joystick-
    Knopf usw.) in DOSBox mit einem EVENT belegen.

  Del
    Den BIND des EVENTs lschen. Wenn ein EVENT keine BINDs hat, ist die Taste
    in DOSBox nicht belegt. Die entsprechende Taste/der Knopf hat also keine
    Funktion.

  Next
    Den nchsten BIND eines EVENTs anzeigen.


Beispiele fr die Tastaturbelegung:

  1. Das X auf Ihrer Tastatur soll in DOSBox ein U ausgeben:
     Mit der Maus auf das U im Keymapper klicken. "Add" anklicken. Die X-Taste
     auf der Tastatur drcken.
  2. Wenn Sie jetzt ein paarmal auf "Next" klicken, werden Sie bemerken, dass
     das U auf Ihrer Tastatur auch in DOSBox ein U ausgibt.
     Whlen Sie also erneut U aus und klicken sie solange auf "Next", bis Sie
     das U auf Ihrer Tastatur haben. Klcken Sie jetzt auf "Del".
  3. Wenn Sie in der DOSBox-Shell jetzt probeweise X drcken, wird ein "UX"
     ausgegeben.
     Das X auf Ihrer Tastatur ist noch immer mit X belegt. Klicken Sie im
     Keymapper auf das X und suchen Sie mit "Next", bis Sie die Belegung X
     gefunden haben. Klicken Sie auf "Del".


Beispiele fr die Joystick-Tastenbelegung:

  Es ist ein Joystick angeschlossen, der durch DOSBox einwandfrei erkannt
  wird, und Sie mchten damit ein Spiel steuern, dass normalerweise nur die
  Tastatur erkennt (wir nehmen an, das Spiel wird ber die Richtungstasten
  gesteuert):
  1. Starten Sie den Keymapper und klicken Sie auf eine der Pfeiltasten im
     mittleren linken Bereich des Fensters (direkt ber den Mod1/Mod2-Tasten).
     Als EVENT sollte "key_left" angegeben sein. Klicken Sie auf "Add" und
     bewegen Sie das Achsenkreuz des Joysticks nach links. Jetzt sollte dem
     BIND der Event zugewiesen worden sein.
  2. Wiederholen Sie das Obengenannte fr die drei anderen Richtungen;
     zustzlich knnen die Joystick-Knpfe anderen Events zugewiesen werden,
     etwa den Funktionen "springen" oder "schieen".
  3. Klicken Sie auf "Save", dann auf "Exit" und starten Sie das Spiel, um
     auszuprobieren, ob die Einstellungen erfolgreich waren.

  Die Y-Achse soll so gendert werden, dass eine Bewegung nach oben der nach
  unten entspricht - und umgekehrt -, weil Sie damit besser zurechtkommen und
  sich das Spiel selbst nicht entsprechend konfigurieren lsst:
  1. Starten Sie den Keymapper und klicken Sie auf "Y-" im Joystick-Bereich
     oben rechts (falls Sie zwei Joysticks angeschlossen haben, stellen Sie
     damit den ersten Joystick ein), oder im Joystick-Bereich weiter unten
     (zweiter Joystick, oder - falls Sie nur einen angeschlossen haben - das
     zweite Achsenkreuz des ersten Joysticks).
     Also EVENT sollte jetzt angegeben sein: "jaxis_0_1-" (bzw. "jaxis_1_1-).
  2. Klicken Sie auf "Del", um die aktuelle Verknpfung zu lschen, klicken
     Sie danach auf "Add" und bewegen Sie das Achsenkreuz des Joysticks nach
     unten. Es sollte ein neuer Bind angelegt worden sein.
  3. Gehen Sie entsprechend fr "Y+" vor, speichern Sie die Belegung ab und
     probieren Sie es aus.


Wenn Sie die Einstellungen bearbeitet haben, knnen Sie die nderungen
abspeichern, indem Sie auf "Save" klicken. DOSBox speichert die Belegungen am
in der Konfigurationsdatei angegebenen Ort ab ("mapperfile=mapper.txt").

Beim Start von DOSBox wird die Tastenbelegung geladen, sofern die angegebene
Datei vorhanden ist.



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7. Tastaturlayouts
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Um das verwendete Tastaturlayout (den Tastaturcode) zu ndern, kann entweder
die Variable "keyboardlayout" im Abschnitt [dos] der Konfigurationsdatei
bearbeitet werden, oder Sie benutzen das interne Programm KEYB unter DOSBox.
Bei beiden Mglichkeiten knnen Sie DOS-konforme Sprachcodes (siehe unten)
verwenden, eine benutzerdefinierte Codeseite kann jedoch nur mit KEYB
ausgewhlt werden.


Einstellen des Tastaturcodes

  DOSBox bringt bereits eine ganze Anzahl von voreingestellten Tastaturlayouts
  und Codeseiten mit. Wenn das gewnschte Layout dabei ist, muss es nur noch
  in der Konfigurationsdatei oder ber das Programm KEYB angegeben werden (zum
  Beispiel "keyboardlayout=sv" in der Konfigurationsdatei oder "KEYB SV"
  an der DOSBox-Eingabeaufforderung).

  Voreingestellte Tastaturcodes:
    BG     (Bulgarien)                  NL (Niederlande)
    CZ243  (Tschechien)                 NO (Norwegen)
    FR     (Frankreich)                 PL (Polen)
    GK     (Griechenland)               RU (Russland)
    GR     (Deutschland/sterreich)     SK (Slowakei)
    HR     (Kroatien)                   SP (Spanien)
    HU     (Ungarn)                     SU (Finnland)
    IT     (Italien)                    SV (Schweden)

  Bestimmte Layouts (z.B. GK mit Codeseite 869 und RU mit Codeseite 808)
  untersttzen kombinierte Layouts mit lateinischen und lnderspezifischen
  Zeichen, die durch die Tastenkombination LinksAlt-RechtsShift aktiviert, und
  mit LinksAlt-LinksShift deaktiviert werden.


Untersttze Tastaturdefinitionsdateien

  Es werden sowohl die FreeDOS-Tastaturdefinitionsdateien mit der Endung "KL"
  ("FreeDOS Keyb2 Keyboard Layoutfiles") als auch die aus allen verfgbaren
  FreeDOS-Tastaturdefinitionsdateien bestehenden Bibliotheken Keyboard.sys,
  Keybrd2.sys und Keybrd3.sys untersttzt. Falls die in DOSBox integrierten
  Layouts aus irgendwelchen Grnden nicht funktionieren oder neuere verfgbar
  werden, finden Sie diese unter http://projects.freedos.net/keyb/

  Ebenfalls verwendet werden knnen Dateien mit den Endungen CPI (DOS-
  kompatible Codeseiten-Spezifikationen) und CPX- (mit UPX komprimierte
  FreeDOS-Codeseiten-Dateien). DOSBox beinhaltet schon einige Codeseiten, so
  dass es selten erforderlich ist, externe Codeseiten-Dateien zu verwenden.
  Falls Sie eine andere - oder eigene - Codeseiten-Datei benutzen mchten,
  kopieren Sie diese in denselben Ordner wie die Konfigurationsdatei, so dass
  DOSBox auf sie zugreifen kann.

  Zustzliche Layouts knnen verwendet werden, indem Sie die entsprechende KL-
  Datei in denselben Ordner wie die Konfigurationsdatei kopieren und den
  Dateinamen (ohne Endung) als Tastaturcode verwenden.
  Fr die Datei UZ.KL (das Tastaturlayout fr Usbekistan) wrden Sie also in
  der Konfigurationsdatei "keyboardlayout=uz" angeben.
  Die Verwendung von Bibliotheken wie Keybrd2.sys funktioniert hnlich.


ANMERKUNG: Zwar knnen mit einem eingestellten Tastaturlayout Sonderzeichen
an der Kommandozeile getippt werden, jedoch werden Dateinamen aus solchen
Zeichen (Umlaute usw.) nicht untersttzt. Versuchen Sie, diese in DOSBox und
fr Dateien, auf die DOSBox zugreifen kann/soll, zu vermeiden.



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8. Mehrspieler mittels Nullmodem-Emulation
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DOSBox kann ein serielles Nullmodem-Kabel ber Ihr Netzwerk oder das Internet
emulieren.

Dieses muss zunchst im Abschnitt [serialports] in der Konfigurationsdatei
eingerichtet werden. Hierbei fungiert ein Rechner als Server, der andere als
Client.

In der Konfigurationsdatei des Servers tragen Sie unter [serialports]
folgendes ein:
  serial1=nullmodem

Die entsprechende Eintragung beim Client:
  serial1=nullmodem server:Adresse
    "Adresse" bezeichnet die IP-Adresse oder den Host-Namen des Servers.

Starten Sie jetzt das Spiel und whlen Sie als Mehrspieler-Methode an COM1:

  "Nullmodem", "Serial Cable", "already connected"

Stellen Sie auf beiden Rechnern dieselbe Baudrate ein.


Es knnen weitere Parameter angegeben werden, um die Nullmodem-Verbindung
einzurichten:

  port
    TCP-Port. Voreinstellung: 23

  rxdelay
    Wie lange sollen empfangene Daten bereitgehalten werden, wenn das
    Interface nicht bereit ist (in Millisekunden)?
    Erhhen Sie diesen Wert, wenn das DOSBox-Status-Fenster wiederholt
    die Meldung "overrun error" ausgibt. Voreinstellung: 100

  txdelay
    Wie lange sollen Daten gesammelt werden, bis ein Paket versendet wird?
    Voreinstellung: 12 (kann die Netzwerk-Belastung reduzieren)

  server:Adresse
    Diese Seite des Nullmodems agiert als Client. Wenn der Parameter fehlt,
    agiert diese Seite als Server.

  transparent:1
    Nur serielle Daten senden, keine RTS/DTR-Kontrolle. Benutzen Sie diesen
    Parameter, wenn zu etwas anderem als einem Nullmodem verbunden wird.

  telnet:1
    Telnet-Daten des anderen Rechners auswerten.
    Parameter "transparent" wird automatisch gesetzt.

  usedtr:1
    Die Verbindung wird erst eingerichtet, wenn DTR vom DOS-Programm auf
    "an" gestellt ist. Zur Verwendung mit Modem-Terminals.
    Parameter "transparent" wird automatisch gesetzt.

  inhsocket:1
    Einen Socket verwenden, der DOSBox durch die Kommandozeile angegeben
    wurde (um alte DOS-Spiele ber neue Mailboxen spielen zu knnen).
    Parameter "transparent" wird automatisch gesetzt.


Beispiel:

  Einen Client einrichten, der TCP-Port 5000 abhrt:
    serial1=nullmodem server:Adresse port:5000 rxdelay:1000



======================================
9. Verbessern der Spielgeschwindigkeit
======================================


DOSBox emuliert den Prozessor, Sound- und Grafikkarten und einiges anderes
mehr - und das alles gleichzeitig. Die Geschwindigkeit, mit der ein DOS-
Programm emuliert werden kann, hngt davon ab, wie viele Maschinenbefehle
innerhalb einer gegebenen Zeit emuliert werden knnen. Diese Zahl von
Prozessorzyklen oder "Cycles" kann in der Konfigurationsdatei eingestellt
werden (Abschnitt [cpu]).


Cycles

  Die Voreinstellung ("cycles=auto") weist DOSBox an, automatisch zu erkennen,
  ob das Spiel bei hchstmglicher Geschwindigkeit (so viele Maschinenbefehle
  wie mglich) ausgefhrt werden muss. Durch die Einstellung "cycles=max"
  kann dieses Maximum auch zum Standard gemacht werden. In der Titelleiste des
  DOSBox-Fensters wird dann der Text "Cpu Cycles: max" angezeigt. In diesem
  Modus knnen Sie die Zahl der Cycles relativ zum Maximum (also in Prozent)
  reduzieren (Strg-F11) oder wieder erhhen (Strg-F12).

  Manchmal werden bessere Ergebnisse erreicht, wenn die Zahl der Cycles
  manuell eingestellt wird, beispielsweise indem Sie "cycles=30000" angeben.
  Bei einigen DOS-Programmen knnen Sie vielleicht sogar einen noch hheren
  Wert einstellen (Strg-F12), die Geschwindigkeit ihres Prozessors wird Ihnen
  aber irgendwann Grenzen setzen.
  Die CPU-Auslastung kann im Task-Manager (unter Windows 2000/XP) bzw. im
  System-Monitor (Windows 98/Me) abgelesen werden. Sobald diese Auslastung
  100% erreicht hat, kann DOSBox nicht noch schneller werden, es sei denn, die
  Rechenleistung, die DOSBox fr Peripheriegerte aufbringen muss, wird
  reduziert.


Cores

  Wenn Ihr Rechner mit einem Intel-kompatiblen CPU (x86-Architektur) luft,
  knnen Sie versuchen, die Benutzung eines sich dynamisch rekompilierendieren
  Kerns zu erzwingen (setzen Sie in der Konfigurationsdatei die Einstellung
  "core=dynamic"). Sollte die automatische Erkennung ("core=auto") scheitern,
  werden damit oft bessere Ergebnisse erreicht. Am besten benutzen Sie diese
  Einstellung zusammen mit "cycles=max". Bitte beachten Sie aber, dass manche
  Spiele mit dem dynamischen Kern unter Umstnden schlechter oder sogar
  berhaupt nicht laufen.


Grafik-Emulation

  Die Emulation der VGA-Grafik ist - was die Prozessorleistung angeht - ein
  sehr anspruchsvoller Teil von DOSBox. Drcken Sie Strg-F8, um die Zahl der
  bersprungenen Frames (in Einserschritten) zu erhhen. Wenn sie einen
  statischen Cycles-Wert benutzen, sollte sich jetzt die Prozessorbelastung
  reduzieren und der Cycles-Wert kann erhht werden (Strg-F12).
  Wiederholen Sie dies so lange, bis das Spiel schnell genug luft. Beachten
  Sie bitte, dass Sie hier nur einen Kompromiss aushandeln knnen: zwar steigt
  die Geschwindigkeit, dafr ist das Bild aber nicht mehr so flssig.


Sound-Emulation

  Sie knnen auch versuchen, den Sound abzustellen (im Setup-Programm des
  Spiels), um dadurch die Prozessorbelastung zu verringern. Bitte beachten
  Sie, dass die Einstellung "nosound=true" nicht die Emulation der
  Soundkarten unterbindet, sondern lediglich die Soundausgabe.


Versuchen Sie grundsrtlich, nur so wenige Hintergrundprozesse (oder andere
Programme) wie ntig am Laufen zu haben, damit DOSBox mglichst viele
Systemressourcen zur Verfgung stehen.


Erweiterte Cycles-Konfiguration:

  Die Einstellungen "cycles=auto" und "cycles=max" knnen parametriesiert
  werden, um unterschiedliche Voreinstellungen zu setzen:

    cycles=auto "Realmode-Standard" "Protected Mode-Standard"%
                limit "Cycles-Hchstzahl"
    cycles=max "Protected Mode-Standard"% limit "Cycles-Hchstzahl"

    Beispiel: cycles=auto 1000 80% limit 20000
      Benutzt "cycles=10000" im Real Mode sowie 80% CPU-Leistung und hchstens
      20000 Cycles im Protected Mode.



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10. Fehlerbehebung
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Wenn DOSBox direkt nach dem Start abstrzt:

  - bearbeiten Sie die Konfigurationsdatei und probieren Sie verschiedene
    Werte fr die Variable "output"
  - prfen Sie, ob das Problem mit einem Update des Grafikkartentreibers
    oder von DirectX behoben werden kann.


Wenn DOSBox bei bestimmten Spielen abstrzt, sich schliet, oder sich mit
irgendwelchen Fehlermeldungen aufhngt:

  - probieren Sie, ob das Spiel mit einer frischen DOSBox-Installation
    funktioniert (unbearbeitete Konfigurationsdatei);
  - deaktivieren Sie den Sound (entweder ber das Setup-Programm des Spiels
    oder mit den Einstellungen "sbtype=none" und/oder "gus=false" in der
    Konfigurationsdatei;
  - versuchen Sie unterschiedliche Einstellungen in der Konfigurationsdatei,
    insbesondere folgende (u.U. auch eine Kombination davon):
      core=normal
      statischer Cylces-Wert (z.B. "cycles=10000")
      ems=false
      xms=false
  - fhren Sie vor dem Spiel das interne Programm LOADFIX aus.


Wenn DOSBox das Programm anscheinend ldt, dann aber mit einer Fehlermeldung
zur Eingabeaufforderung zurckkehrt:

  - lesen Sie die Fehlermeldung und versuchen Sie, den Fehler abzustellen;
  - gehen Sie wie beim o.g. Fehler vor;
  - versuchen Sie, das Spieleverzeichnis in einen anderen Ordner oder ein
    anderes Laufwerk einzubinden; manche Spiele lassen sich nur von bestimmten
    Pfaden aus starten; versuchen Sie z.B. statt "MOUNT D D:\GAMES\EARTH"
    den Befehl "MOUNT C D:\GAMES\EARTH" oder auch "MOUNT C D:\GAMES";
  - falls das Spiel eine eingelegte CD-ROM erwartet, stellen Sie sicher, dass
    Sie diese mit dem Parameter "-T cdrom" eingebunden haben und versuchen Sie
    auch zustzliche Parameter (-IOCTL, -USECD, -LABEL; siehe den
    entsprechenden Abschnitt);
  - prfen Sie, ob das Spiel auf alle Dateien zugreifen kann (Attribut
    "schreibgeschtzt" entfernen, andere Programme schlieen, die eventuell
    auf die Dateien zugreifen usw.);
  - versuchen Sie, das Spiel innerhalb von DOSBox neu zu installieren.



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11. Die Konfigurationsdatei
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Eine Konfigurationsdatei kann mithilfe von CONFIG.COM erstellt werden, das
beim Start von DOSBox auf dem internen Z-Laufwerk liegt. Nhere Informationen
zur Syntax von CONFIG finden Sie im Abschnitt "Interne Befehle/Programme"
dieser README.
Sie knnen die Konfigurationsdatei mit einem Text-Editor bearbeiten, um DOSBox
Ihren Bedrfnisse anzupassen.

Die Datei besteht aus verschiedenen, durch eckige Klammern gekennzeichneten
Abschnitten. In einigen Abschnitten knnen Sie Optionen (Werte) setzen/ndern.
Kommentarzeilen sind durch die Zeichen "#" oder "%" gekennzeichnet.
Die generierte Konfigurationsdatei beinhaltet die aktuellen Einstellungen. Sie
knnen diese ndern und DOSBox mit dem Parameter "-CONF Datei" starten, um die
Datei zu laden und die neuen Einstellungen zu benutzen.

Zuerst verarbeitet DOSBox die in "~/.dosboxrc" (Linux), bzw. "~\dosbox.conf"
(Windows) oder "~/Library/Preferences/DOSBox Preferences" (MacOS X)
gewhlten Einstellungen. Danach verarbeitet DOSBox alle Konfigurationsdateien,
die durch den Parameter "-CONF" angegeben wurden. Falls keine angegeben wurde,
wird im aktuellen Verzeichnis nach dosbox.conf gesucht.



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12. Die Sprachdatei
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Eine Sprachdatei kann mithilfe von CONFIG.COM erstellt werden.
Lesen Sie diese, und Sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit verstehen, wie
man Sie anpasst.

Um Ihre neue Sprachdatei zu verwenden, starten Sie DOSBox mit dem Parameter
"-LANG Datei", alternativ knnen Sie den Dateinamen auch im entsprechenden
Abschnitt [dosbox] in der Konfigurationsdatei eintragen ("language=Datei").



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13. Eine eigene Version von DOSBox erstellen
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Laden Sie sich den Source-Code herunter und folgen Sie den Anweisungen in der
im Paket enthaltenen Datei INSTALL.



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14. Danksagungen
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Danksagungen der Entwickler finden Sie in der Datei THANKS.



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15. Kontaktinformation
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E-Mail-Adressen der Entwickler finden Sie unter auf der Crew-Page unter:
http://dosbox.sourceforge.net
