
               CODEABFRAGE ZU " S O U L   C R Y S T A L "

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DAS TAGEBUCH

DES

TURMWCHTERS


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DAS TAGEBUCH DES TURMWCHTERS

BITTE LESEN

Wegen drucktechnischer Probleme war es nicht mglich das
"TAGEBUCH DES TURMWCHTERS" mit Seitennummerierungen zu 
versehen.

Sollte die Passwortabfrage aus dem "Tagebuch d. T." ver-
langt werden, so beachten Sie bitte folgendes:

Die Umschlagseite ist die Seite 1, das bedeutet, die
Seite 3 beginnt mit den Worten "1. Tag des Jahres 713".
Daraus ergibt sich die durchgehende Nummerierung der fol-
genden Seiten.

Bei der Amiga Version liegen die Disketten A,B,C und D bei.

Sollte daher die Diskette "E" angefordert werden, so
drcken Sie bitte "CANCEL". Es handelt sich hierbei um
einen Scherz des Programmierers.

Viel Spa beim Spielen von Soul Crystal

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1. Tag des Jahres 713:

 Heute morgen kamen endlich die Kuriere aus den Eisregionen zurck, wo sie Firon, unseres
Knigs Bruder, in seinem Palast besucht hatten, um ihm zum neuen Jahr die Segenswnche
des Knigs zu berbringen. Jedoch machte niemand von ihnen einen besonders erfreuten oder
hoffnungsvollen Eindruck - im Gegenteil: Eine Nachricht des Elfenknigs Firon mu sie
ziemlich erschrocken haben - mehr konnte ich darber bisher jedoch auch noch nicht
herausfinden, aber selbst Knig Richard machte einen sehr besorgten Eindruck, als er mit den
Gesandten sein Besprechungszimmer verlie!

2. Tag des Jahres 713:

 Der Beginn des neuen Jahres lt Bses erwarten: Whrend der Jagd verunglckte heute
der edle Sir Henryk, als sein Pferd whrend der Dachshatz strauchelte und ihn unter sich
begrub! Sir Henryk war neben dem alten Erzmagier Grywinn und dem Knig selbst der letzte
am Hofe, der sich dagegen ausgesprochen hatte, den jungen, ehrgeizigen Hofzauberer Zargon
in den Siebten Zirkel der Magiergilde aufzunehmen. Nun stehen der Knig und Grywinn allein
mit ihrer Stimme gegen die der drei anderen Erzmagier, und Zargon ist nicht mehr weit von
seinem Ziel entfernt! Im Laufe der Jahre hat er viel in seiner Kammer studiert, um
sein Wissen ber die magischen Elemente zu vervollkommnen, aber besitzt er auch die
Charakterfestigkeit und Weisheit, die Grundvoraussetzung sind fr ein gutes, der
Bevlkerung des Landes zum wohl gereichendes Leben? Man wei nicht einmal, woher er
kommt - niemals hat er mit jemanden von uns ber sich gesprochen: Er ist ein verschwiege-
ner, geheimnisvoller Mensch, und irgendwie verspre ich Furcht vorihm.

3. Tag des Jahres 713:

In den frhen Morgenstunden setzten die Adligen des Landes Sir Henryk auf dem Friedhof
des Klosters St. Jacobi bei. Nachdem die Edelmnner von der Totenmesse ins Schlo
zurckgekehrt waren, wurde ein groes Bankett zu Ehren des Verblichenen veranstaltet. Um
mich ein wenig von meinen dsteren Gedanken abzulenken, blickte ich von meiner Kammer
hier oben auf dem Hauptturm herab auf den Burghof, auf dem die jungen Offiziere mit ihren
Herzensdamen wandelten. Hier und da sah man die Bediensteten des Hofes zwischen ihnen
hereilen, um dem einen dies, dem anderen jenes zu bringen, eifrig beflissen, es den Gsten des
Knigs an nichts Fehlen zu lassen. Nachdem ich fr eine Stunde von Vyrtron abgelst wurde,
mischte nun auch ich mich unter die Gste, um ein wenig teilzuhaben an dem bunten Treiben.

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 Niemand bemerkte mich, den niederen Turmwchter, unter all den schmuck gekleideten
Gsten, so da ich mich ungestrt umsehen konnte. Da sah ich pltzlich ein junges Mdchen
an mir vorbeieilen, das von solcher Schnheit und Anmut war, da ich sie, htte sie nicht die
weie Schrze der Serviererinnnen getragen, ohne weiteres fr eine der Edeldamen gehalten
htte. Als sie wieder zurckkehrte, mu ich immer noch wie vom Donner gerhrt dagestanden
haben, denn sie errtete leicht, zwinkerte mir dann jedoch frhlich zu - und verschwand wieder
in der Kche. So ging es gut zwei oder dreimal, bis ich mir endlich ein Herz fate, sie am Arm
festhielt und sie nach ihrem Namen fragte. "Simona", war die Antwort. Leider hatte ich keine
Zeit mehr, mich weiter mit ihr zu unterhalten, da sie die Gste nicht vernachlssigen durfte
und auch ich wieder zurck auf meinen Turm mute, denn meine Pause war vorber. Bevor
ich ging, flsterte Simona mir jedoch zu, sie habe einige Hppchen des Festmahls in der 
Kche zurckbehalten. Wenn ich mchte, solle ich sie heute um kurz vor Mitternacht
im Untergescho der Burg treffen, wo wir unseren eigenen kleinen Festschmaus einnehmen
wollten. Nun sitze ich hier in meiner Kammer, schaue auf den Hof hinunter und zhle die
Minuten, die noch bis Mitternacht verstreichen mssen. Mein einziger Trost bis dahin ist, da
ich Simona von hier aus solange bewundern kann, wie ich will. Gerade hat sie mich im Fenster
entdeckt und mir von unten heraufgewunken und gelacht. Offensichtlich bin auch ich ihr nicht
unsympatisch. Hoffentlich kommt sie heute nacht wirklich!

 Simona hat mich nicht enttuscht: Pnktlich um kurz vor Zwlf kam sie leise ins
Untergescho des Schlosses geschlichen - so leise, da ich mich frchterlich erschrak, als ich
sie pltzlich vor mir auftauchen sah! Obwohl mir meine Schreckhaftigkeit nicht wenig peinlich
war, lchelte sie nur verstndnisvoll und zeigte verschrerisch auf einen Korb voller
Delikatessen, die sie aus den berresten des Festessens ausgelessen hatte. Whrend wir uns
also bei gutem Essen und einer Karaffe schweren Weins amsierten, wurden wir - ob es nun
an der betrenden Wirkung des edlen Tropfens lag oder ob es Fgung war - immer
vertraulicher miteinander, so da ich ihr schlielich, ermutigt durch die Wirkung des Weins,
meine Liebe gestand. Gerade sagte sie jedoch die Worte, die zu hren ich seit unserer ersten
Begegnung gehofft hatte, als wir pltzlich leise Schritte auf der steinernen Wendeltreppe, die
zurck in die Eingangshalle fhrte, vernahmen! Um das junge Mdchen nicht zu kompro-
mittieren, zog ich sie in eine im Schatten der Fackeln gelegene Nische und verbarg mich neben 
ihr, um zu sehen, wer unser geheimes Stelldichein zu stren wagte. Es war Zargon! Leise
schlich er an uns vorbei und den Gang hinunter, bis er vor einer massiven Tr stehenblieb.
Hastig schaute er sich um, drckte sie Trklinke nach oben - und verschwand im Dunkel des
dahinterliegenden Raumes! Immer noch erschrocken ber diese geheimnisvolle berraschung
dachte ich nach: Warum sollte Zargon sich heute nacht noch seinen Studien widmen? Morgen
wrde er in den Siebten Zirkel der Gilde aufgenommen werden und wre am Ziel seiner
Trume! Er sollte eigentlich schlafen, um seinen groen Tag ruhig und ausgeglichen begehen 
zu knnen. Aber was interessierte uns Zargon, was seine lcherlichen Zauberkunststcke! Es
gibt schlielich Wichtigeres...

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4. Tag des Jahres 713:

 So schn der gestrige Tag endete, so schrecklichverlief der heutige: Als Grywinn vor der
Weihe Zargons die Runen warf, um der Gtter Urteil ber Zargons Berufung zum Erzmagier
er erforschen, fuhr pltzlich ein Blitz aus heiterem Himmel und verbrannte Grywinn und seine
Runenhlzer zu Asche! Pltzlich brach panisches Geschrei los, und alles rannte Hals ber
Kopf durcheinander - allein Zargon behielt die Ruhe: Kaltbltig stand er hochgewachsen 
neben Grywinns verkohltem Leichnam, nahm ihm das fr ihn bestimmte Pentagramm-Amulett
ab und legte es sich um den Hals: "Wenn der mchtigste Magier des Landes mich nicht mehr
kren kann, so mu es wohl der zweitmchtigste tun!", rief er aus! Knig Richard und die
verschreckte Menge waren noch zu betroffen vom Tod des alten, weisen Magiers Grywinn, um
Zargon zu widersprechen. Nur Knig Richard schaute ihn voller Verachtung an, um ihn zu
zeigen, da er genau wte, wer fr Grywinns Tod verantwortlich sei! Ach ich habe Grywinns
Blick gesehen, bevor der Blitz ihn niederstreckte: Er war voll panischer Furcht vor dem, was
er in der Zukunft gesehen hatte...

5. Tag des Jahres 713:

 Ich frchte mich! Ich finde kaum Schlaf, weil ich Angst habe vor dem, was Grywinn gesehen
hat. Ich habe Angst davor, da Zargon seine magischen Fhigkeiten, nun, da er sie endlich
ausschpfen kann, gegen sein eigenes Volk richten knnte! Da er fr einen Zugewinn an 
Macht ber Leichen geht, hat er gestern bewiesen - doch wie grausam mu erst die Tat sein,
zu deren Vorbereitung bereits ein Mord geschah? Wehe uns, wenn sich meine Befrchtungen
besttigen sollten!

 Zargon selbst ist immer seltener zu sehen, und wenn, dann irgendwo in den dsteren
Gewlben des Schlobaues, wo des Knigs Ahnen zur letzten Ruhe gebetet sind, und wo
niemand von uns normalen Gesinde allein hinzugehen wagt. Bemerkt Zargon schlielich, da
er nicht allein ist, so verlt er eiligst und ohne ein Wort des Grues den Raum, gerade so,
als fliehe er vor irgendetwas. Whrend ich in meiner Mittagspause bei Simona in der 
Schlokche sa, konnten wir auf die Tafel im Speisesaal blicken, wo Zargon heftig mit Knig
Richard darber stritt, ob man die Armee des Landes nicht doch in den elementaren
Grundformen der Magie unterweisen solle, um sie zu strken - ein Vorschlag, den Richard
schon vor Jahren abgewiesen hatte. Doch der machtbesessene Magier schien kaum noch
Respekt vor den Entscheidungen seines Herrschers zu besitzen, ja er nannte Richard sogar
einen Feigling, der nicht Mann genug sei, an Krieg zu denken! Schlielich endete diese
Machtprobe damit, da Knig Richard erzrnt die Tafel verlie und nach drauen eilte,
whrend Zargon tiefgrndig lchelnd sitzenblieb und mit dem Tafelmesser spielte...

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6. Tag des Jahres 713:

 Etwas Furchtbares ist geschehen! Edler Recke, der Du dies dereinst vielleicht einmal lesen
wirst - wir sind in allergrter Gefahr, und nur die allmchtigen Gtter vermgen unseren 
armen Seelen noch zu helfen! Heute, Punkt Mitternacht, vernahm ich pltzlich Geschrei im 
Burghof und eilte zum Fenster, um zu sehen, was passiert sei. Das kalte Grausen packte mich,
als ich erkannte, wie vier halbverweste Mumien ber den Hof wankten und das groe Burgtor
ffneten - und kaum war es auch einen spaltbreit offen, da strmte auch schon eine riesige Armee
grlich entstellter Ungeheuer in den Burghof und besetzte die Knigsburg! Geschrei und
Wehklagen machte sich im ganzen Schlo breit, als die tobende Menge alle niedermachte,
was sich ihr entgegenzustellen wagte - dann wurde es sehr still, und aus dem Hauptgebude
heraus trat eine kleine Schar verwester Leichname, die auf grausige Art zu neuem,
gotteslsterlichen Leben erweckt worden waren. In ihrer Mitte befand sich - Knig Richard!
Er leistete keinerlei Widerstand, als sie ihn in ein anderes Gebude verschleppten. Einige
Sekunden Stille, dann - der langgezogene Todesschrei meines Herrn!

 Die Gtter seien meiner Seele gndig! In der Mitte des Hofes wie Schlachtvieh zusammen-
getrieben, kauern sich nun, nach dem ersten Ansturm der Schwarzblter, furchtsam und
zitternd wie Kinder die letzten berlebenden Krieger des Knigs aneinander! Jetzt tritt 
Zargon, der elende Verrter, der Mrder und Frevler, aus der Tr heraus, hinter der zuvor
der Todesschrei unseres Herrn und Gebieters erschollen war! Langsam schreitet er die Reihe
der Gefangenen ab, stellt sich dann auf einen Mauervorsprung und verkndet, da jeder
einzelne der ehemaligen Gefolgsleute des ermordeten Knigs die Wahl habe, von nun an
Zargon als seinem rechtmigen Herrn zu dienen, oder seinem Knig in den Tod zu folgen.
Als auf die Frage hin, wer sich ihm anschlieen wolle, niemand die Hand erhebt, lt Zargon
seine Meute auf die wehrlosen Mnner los, und in nur wenigen Augenblicken wird ein grauen-
erregendes Blutbad veranstaltet, das niemand der Burgbewohner berlebt...

 Gerade hat Zargon seine Schergen angewiesen, das Schlo nach weiteren berlebenden
abzusuchen! Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis sich mich hier oben finden und nach
unten schaffen werden. So nimm denn, edler Kmpe, dieses Buch als letztes Dokument einer
glorreichen und friedlichen Zeit, bevor das Bse ber unser Land kam. Bete fr unsere Seelen
und rche uns, unsere Freunde und unsere Familien! Ich hoffe, ich werde noch Zeit haben,
mir das Leben zu nehmen, und mir so die Qualen zu ersparen, die meine knigstreuen
Kameraden erl...

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NOTIZEN

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------------------------------------  ENDE  ----------------------------------
    !!Rechtschreibfehler u.. waren ebenso im Original zu finden!!
